ZIB hinterfragt Slawistik-Institute in Österreich
Im Interview mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) fragt Armin Wolf am 26.05.2026 danach, ob es „sinnvoll“ sei, „dass man an sechs verschiedenen Unis in Österreich Slawistik-Institute hat“. Institute und Fachbereiche für Slawistik gibt es an fünf (!) österreichischen Universitäten in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg und Wien (das Institut für slawische Sprachen der WU Wien gibt es leider nicht mehr). Zudem scheint mir aus ÖGSL-Sicht und als Slawistin in Österreich die Frage verfehlt. Österreich grenzt an drei slawische Länder, hat eine lange historische Verflechtungsgeschichte mit der Slavia, gesetzlich sind mehrere slawische Minderheitensprachen und autochthone Minderheiten im Land anerkannt und eine signifikante slawische Migration bereichert die österreichische Gemeinschaft! In Zeiten kriegerischer Eskalation sollte auch die Wichtigkeit slawistischer Ukraine- und Russland-Expertise nicht hinterfragt werden. Die gesellschaftliche Relevanz der Slawistik und die historische Verantwortung Österreichs für die Slavia steht daher außer Frage!
Mit Herrn Wolf habe ich mich im Nachgang direkt dazu ausgetauscht, warum das Herausgreifen eines „kleinen Faches“ nicht produktiv ist.
Als Fach schadet es uns, wenn wir als Streich-Potential in den Medien genannt werden. Was wir tun können: Immer wieder erklären, warum die Relevanz unseres Faches in Österreich sich nicht aus absoluten Zahlen ableiten lässt, sondern aus Geschichte und Gegenwart Österreichs.
Miranda Jakiša
Hier der Link zum ZIB Beitrag:
https://orf.at/stories/3431502/
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